GPU-Simulation
Ansichten
Mastercam Simulator kann nun GPU-beschleunigte Verarbeitung für Simulation und Verifizierung nutzen, um Geschwindigkeit und Leistung im Vergleich zu CPU-basierten Simulationen deutlich zu steigern. Die GPU-Simulation ist besonders hilfreich für große und komplexe 3- und 5-Achs-Bauteile, da eine schnelle Verifizierung die Programmierzyklen erheblich verkürzen kann.
Die herkömmliche CPU-basierte Simulation ist typischerweise durch Folgendes eingeschränkt:
- Geringere Leistung bei der Materialabtragung. Die Simulation von Materialabtragsvorgängen mit Millionen von Werkzeugwegpunkten erfordert erhebliche Rechenleistung und Zeit, was Ingenieure oft dazu zwingt, Kompromisse bei Auflösung und Qualität einzugehen.
- Die Notwendigkeit, Leistung und Genauigkeit ständig in Einklang zu bringen und dabei Kompromisse einzugehen. Ingenieure müssen oft Abstriche bei der Genauigkeit machen, um Simulationsergebnisse termingerecht zu erhalten.
Während frühere Mastercam-Versionen nur eine eingeschränkte GPU-Unterstützung für Fräsvorgänge boten, bietet die neue GPU-Simulation eine breitere Kompatibilität mit verschiedenen Werkstücktypen und eine deutlich verbesserte Leistung. Sie wird auf der Seite „Simulation“ in Ihrer Konfigurationsdatei aktiviert.
Mastercam nutzt die neue GPU-Simulation nur dann, wenn die Kollisionserkennung Werkzeug vs. Werkstück aktiviert ist.
Wenn die GPU-Verarbeitung aktiv ist, wird „Schnitte simulieren“ in der unteren linken Ecke angezeigt.
Die GPU-Simulation ist sowohl für die Maschinensimulation mit einem externen Postprozessor als auch für den Mastercam-Simulator verfügbar. Bitte beachten Sie die folgenden Richtlinien und Einschränkungen:
- Die GPU-Simulation ist auf Fräsvorgänge beschränkt und wird deaktiviert, wenn Drehvorgänge ausgewählt sind. Das bedeutet: Wenn Sie mehrere Vorgänge auswählen und einer davon ein Drehvorgang ist, wird die GPU-Simulation für alle Vorgänge deaktiviert.
- Bei der Ausführung von Mill-Turn ist die GPU-Simulation nur verfügbar, wenn Sie Mastercam Simulator mit einer Single-Stream-Maschine verwenden. Die GPU-Simulation ist nicht verfügbar, wenn Sie die Simulation aus Code Expert heraus starten.
Für die GPU-Simulation empfiehlt Mastercam Grafikkarten der Mittel- bis Oberklasse mit mindestens der Leistung einer NVIDIA GeForce RTX 3060 (12 GB) oder einer AMD Radeon RX 7800 XT. Der Grafiktreiber muss zudem auf dem neuesten Stand sein, damit die benötigten Vulkan-APIs verfügbar sind.
Mindestanforderungen:
-
Vulkan 1.3-Unterstützung mit dynamischem Rendering (verfügbar ab NVidia GeForce RTX 960, AMD Radeon RX 480)
-
4 GB Videospeicher (VRAM). Die Leistung kann beeinträchtigt werden, wenn andere Prozesse während der Simulation VRAM verwenden. In diesem Fall kann das System wichtige GPU-Puffer in den Arbeitsspeicher auslagern.
-
16 GB Arbeitsspeicher
Empfohlene Anforderungen:
-
12 GB VRAM, um Pufferverdrängungen aufgrund von Speicherdruck zu vermeiden
-
Unterstützung für die Unterbrechung des Befehlspuffers. Ohne diese Unterstützung muss möglicherweise die TDR-Verzögerung Ihres Systems erhöht werden, um Treiberneustarts der Grafik während der Simulation zu vermeiden.
Die Performance verbessert sich mit leistungsstärkeren GPUs deutlich. Die Mindestanforderungen gewährleisten zwar den korrekten Ablauf der GPU-Simulation, garantieren aber keine bessere Performance als die CPU-basierte Simulation.
Mastercam priorisiert automatisch eine dedizierte GPU, sofern verfügbar. Sind mehrere dedizierte GPUs vorhanden, wählt Mastercam diejenige mit dem größten VRAM auf dem Gerät aus.
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare hinterlassen und anzeigen zu können.